Wie es die Österreicher mit der Vorsorge halten
(kunid) 90 Prozent der Österreicher ist finanzielle Vorsorge wichtig, besagt eine neue „Vorsorgestudie“. Gesundheit und Pension sind dabei dominierende Themen. Im Schnitt werden 225 Euro pro Monat für die Pensionsvorsorge aufgewandt – oftmals auf dem Sparkonto gelagert. Drei Viertel rechnen nicht mit einer „ausreichend hohen“ gesetzlichen Pension, 39 Prozent sehen für sich das Risiko der Altersarmut.
Zuletzt schätzten wieder mehr Österreicher finanzielle Vorsorge als sehr oder eher wichtig ein: 90 Prozent (2024: 86 Prozent; 2023: 85 Prozent) äußerten sich in diesem Sinn. Für die Hälfte ist finanzielle Vorsorge „sehr wichtig“.
Die Hälfte kennt den Pensionskontostand, davon ist die Hälfte zufrieden
Über das aktuelle Guthaben auf dem persönlichen gesetzlichen Pensionskonto weiß nach eigenen Angaben jeder Zweite (51 Prozent) Bescheid.
Innerhalb dieser Gruppe zeigen sich 50 Prozent mit der Höhe des Guthabens sehr oder eher zufrieden (Männer: 53 Prozent; Frauen: 47 Prozent).
45 Prozent sind eher nicht oder überhaupt nicht damit zufrieden (Männer: 43 Prozent; Frauen: 47 Prozent). Die restlichen 5 Prozent machten keine Angabe.
Im Schnitt wird mit 2.023 Euro Bruttopension gerechnet
Im Schnitt schätzen die 1.000 Umfrageteilnehmer die Höhe ihrer künftigen Bruttopension auf 2.023 Euro pro Monat. Männer rechnen im Schnitt mit 2.254 Euro, Frauen mit 1.748 Euro.
74 Prozent meinen, dass sie keine „ausreichend hohe“ gesetzliche Pension erhalten werden. Das ist ein deutlicher Anstieg gegenüber 2024, als 62 Prozent entsprechend antworteten.
Lediglich 19 Prozent (2024: 26 Prozent) gehen von einer ausreichenden Höhe aus. 7 Prozent machten keine Angabe (2024: 11 Prozent).
Zwei Fünftel sehen für sich das Risiko von Altersarmut
Beachtliche 39 Prozent schätzen ihr Risiko, in der Pension von Altersarmut betroffen zu sein, als sehr hoch oder eher hoch ein. Unter den Frauen ist der Anteil mit 45 Prozent höher als unter den Männern (32 Prozent).
53 Prozent bewerten das Altersarmutsrisiko für sich als eher gering oder sehr gering. Zwei Prozent gaben an, bereits betroffen zu sein, 7 Prozent machten keine Angabe.
Zuspruch für eigene Vorsorge und staatliche Förderung
Was tun, um Altersarmut zu vermeiden? Dazu wurden den Befragten verschiedene mögliche Maßnahmen vorgelegt, die sie bewerten konnten.
Selbst Vorsorge zu betreiben, erachten fast alle als sinnvoll (47 Prozent: „sehr sinnvoll“; 39 Prozent: „eher sinnvoll“). Eine „umfassende finanzielle staatliche Förderung der privaten Altersvorsorge“ fänden rund drei Viertel sinnvoll.
Ein längeres Arbeitsleben stößt auf weniger Gegenliebe, immerhin halten das aber 38 Prozent für sinnvoll.
Dessen ungeachtet meinen 63 Prozent, dass sie in der Pension werden arbeiten müssen, um ihren Lebensstandard zu erhalten: 15 Prozent in Vollzeit, 21 Prozent in Teilzeit, 27 Prozent geringfügig.

